Meine Arbeit
Pilgerreisen sind keine gewöhnlichen Reisen. Meist hat man es unter den Millionen von Pligern, die Jahr für Jahr nach Rom, Lourdes oder Wittenberg kommen, mit Frauen zu tun, aber auch mit Männern, die jenseits der 50 sind. Junge Leute sind selten. Es sind Gläubige, die es sich etwas kosten lassen, ihrem Glauben nachzuspüren. Eine hervorragende soziale Betreuung, eine pastorale Fürsorge, tägliche Gottesdienste und natürlich eine First-Class-Hotellerie machen solche Reisen zu unvergesslichen Erlebnissen. Jede Reise, die ich seit 1992 begleitet habe, hat auch mich verändert. War ich auf der einen Seite auch der „ganz normale“ Reiseleiter, so war ich dennoch immer auch ein Pilger. Ich bete mit ihnen, gehe ihre Prozessionen mit, nehme teil an ihren Messen, leite ihre Diskussionen und vermittele immer wieder lebendige Kontakte zwischen Kirche und Gläubigen. Ich begann, eine große innere Ruhe zu entwickeln und auszustrahlen. Die Menschen, die ich begleite, spüren diese Ruhe und vertrauen mir häufig ihre Sorgen und Nöte und nicht selten sogar ihre gesamte Lebensgeschichte an.


